Parken in Wien

2019 M09 5 · von Nico Prugger

Kurzparkzonen, Anrainerparken und Parken als Car-Sharing User in Wien

Das Parken in Städten scheint oft kompliziert und viele Autofahrer sind sich nie wirklich ganz sicher. Besonders, wenn man nicht regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, macht man sich über die verschiedenen Parksysteme und etwaige Kosten weniger Gedanken. Der weitere Beitrag schafft Klarheit über das generelle Parken in Wien und das Parken als Carsharing-Nutzer.

Kurzparkzone

In den inneren Bezirken Wiens gilt die sogenannte Kurzparkzone. Das heißt, dass Autos nur eine gewisse Zeit auf einem bestimmten Parkplatz stehen bleiben dürfen. In den rot markierten Bereichen ist die maximale Abstelldauer 2 Stunden und in den blauen Bereichen 3 Stunden. Wird die Kurzparkzone missachtet, entstehen Kosten in Höhe von 36€. Außerhalb dieser Zonen entstehen überhaupt keine Parkkosten.

Vorteil Carsharing: Solange es die Straßenverkehrsordnung zulässt, kann ein Carsharing Auto ohne Bedenken überall in Wien abgestellt werden. Der große Vorteil dabei ist, dass die Kurzparkzone nicht beachtet werden muss. Ein Auto kann einen ganzen Tag für mehrere Erledigungen gemietet werden und ohne zeitliche Begrenzung, an jedem öffentlichen Parkplatz geparkt werden. 

Mietwagen/Stationäres Carsharing: Ein klassischer Mietwagen oder ein Privatauto müsste alle zwei bzw. drei Stunden bewegt werden und für jede Stunde 2,10€ bezahlen. 

Beispiel Businesstrip eines Geschäftsmannes: Bei der Annahme, dass das Fahrzeug etwa 3 Stunden am Tag gefahren wird, belaufen sich die Parkkosten auf 16,80€ pro Tag.

Parkometerabgabe

Die Pflicht für eine Parkometerabgabe besteht überall in den Kurzparkzonen. Eine Stunde beläuft sich auf 2,10€. 

Vorteil Carsharing: Carsharing-Betreiber bezahlen diese Abgabe pauschal. Das heißt, dass man sich mit einem Carsharing Auto niemals um die Parkometerabgabe kümmern muss. 

Achtung: Ausnahme dabei sind die stationären Carsharing Anbieter, welche an einen fixen Standort gebunden sind. Bei diesen Angeboten muss sich der User selber um die Parkometerabgabe kümmern und auch die Kurzparkzonen beachten. 

Tipp: Um Verwirrungen oder ein böses Erwachen bei Erhalt der Parkstrafe zu verhindern, sollten diese Fahrzeuge besser als klassischer Mietwagen betrachtet werden, da sie von den zuständigen Kontrollbehörden auch so behandelt werden.

Parkpickerl für BewohnerInnen

Für Personen die in der Kurzparkzone wohnen gibt es das sogenannte Parkpickerl für BewohnerInnen. Dieses kostet zwischen 7,50€ - 10€ pro Monat, was etwa 25 Cent am Tag entspricht. Die Kurzparkzone wird im Wohnbezirk für das jeweilige Fahrzeug aufgehoben. Das Fahrzeug kann im Wohnbezirk beinahe kostenlos auf unbegrenzte Zeit geparkt werden. In allen anderen Bezirken müssen diese Auto die normalen Abgaben von 2,10€ pro Stunde bezahlen und die Kurzparkregelung beachten.

Vergleich Carsharing: Es gibt oft den Irrglauben, dass Carsharing Autos in Wien kostenlost parken. Carsharing Autos tragen sehr viel zu den Einnahmen der Stadt Wien bezüglich Parkplätzen bei. Jedes Carsharing Auto bezahlt 212€ pro Monat an Parkgebühren. Das ist das 21-28-fache eines Privat-PKW im Anrainerbezirk. 

Anrainerzonen: Die Stadt Wien hat für den Komfort der BewohnerInnen bestimmte Zonen eingerichtet, an jenen nur Anwohner des jeweiligen Bezirks  parken dürfen. Das heißt, dass nur die Autos mit einem Parkpickerl für diesen bestimmten Bezirk erlaubt sind. 

Achtung: Alle anderen werden abgeschleppt. Dabei entstehen Kosten in Höhe von 300€ und mehr.

Wie man sieht, hat man als Carsharing-Nutzer große Vorteile beim Parken in Wien. Es nimmt einem nicht nur Parkgebühren ab, sondern auch jede Menge Stress einen konformen Parkplatz in erster Linie zu finden. Melde dich jetzt an und genieße deine Fahrt bis zum Ende!

Quelle: https://www.wien.gv.at/verkehr/parken/kurzparkzonen/